Angst & Panikattacken in 5 Schritten besiegen

symptome-panikPanikattacken sind keine angenehme Sache und die Menschen, die unter ihnen leiden, möchten sie so schnell wie möglich los werden. Doch leider verwenden viele Betroffenen die falschen Methoden und machen das Problem dadurch oft sogar noch schlimmer. Wir stellen in diesem Artikel fünf Schritte vor, die Dir dabei helfen können, auf Deine Panikattacken und Angststörungen korrekt zu reagieren, so dass Du deren Vorkommen verringern oder sogar ganz vermeiden kannst.

Schritt 1: Die Panikattacke wahrnehmen und akzeptieren

Dieser erste Schritt ist der wichtigste der fünf Schritte, denn wenn Du Dein Problem nicht akzeptieren kannst, dann kannst Du dagegen auch nichts unternehmen. Die Angst und Panikattacken zu ignorieren hilft Dir gar nicht. Du musst Dir am Anfang eingestehen: „Ja, ich weiß, dass ich Angst habe und eine Panikattacke im Anzug ist. Ich werde diese Gefühle nicht ignorieren, ich werde mich nicht davon ablenken und ich werde mir erlauben darüber nach zu denken. Ich gebe zu, dass ich Angst habe. Das heißt jedoch nicht, dass ich in Gefahr bin. Dieser Gedanke ist nur ein Symptom der Panik und keine Realität.“

angstpanikstoerungfrauMerke Dir diese Worte, passe sie vielleicht ein wenig an Deine Umstände an – und sage Dir dies, wenn Du spürst, dass Du vor einer Panikattacke stehst.

Es mag sich merkwürdig anhören, dass Du Deine Panikattacke akzeptieren sollst, aber nur auf diese Weise wirst Du damit umgehen können. Eine Panikattacke ist natürlich nicht wünschenswert, aber durch die Akzeptanz kannst Du den nächsten Schritt beginnen: Die Arbeit mit der Panikattacke. Akzeptiere die Symptome, untersuche sie, unterdrücke sie nicht – aber denke auch logisch. Je mehr Du einer Panikattacke widerstehen willst, umso schlimmer wird sie normalerweise! Weitere Infos bei Anqstfrei – Panikattacken Symptome Ursachen und bei icb-code.de

Schritt 2: Warten und beachten

Warten bedeutet, dass Du nicht versuchst Dich irgendwie abzulenken. Stehe oder sitze und untersuche genau, was in Dir vorgeht. Eine Panikattacke raubt Dir normalerweise vorübergehend die Fähigkeit rational zu denken. Deswegen ist es enorm wichtig, dass Du Dich konzentrierst und Deine Logik nicht verschwinden lässt. Falls Du Dich durch eine Panikattacke zu raschen Taten verführen lässt, dann machst Du oft alles nur noch schlimmer. Ja, Du wirst Dich so fühlen als möchtest Du fliehen oder irgendetwas anderes tun – aber widerstehe diesen Gefühlen. Warte ein wenig. Das Fliehen ist später auch noch eine Alternative, wenn wirklich nichts anderes klappt.

Nutze diesen Moment, um zu sehen, wie die Panik funktioniert und wie Du auf sie reagierst. Eine sehr hilfreiche Methode dazu ist auch das Führen eines Panik-Tagebuchs, in dem Du Deine Panikattacken beschreibst. Das Schreiben alleine kann oft bereits eine beruhigende Wirkung haben. Warum funktioniert das? Wenn Du über Deine Panik schreibst, dann bist Du eher in der Rolle eines Beobachters, nicht in der Rolle eines Opfers. Verwende das Panik-Tagebuch am Besten während einer Attacke – natürlich nicht dann, wenn Du Dich hinterm Steuer oder in einer anderen ungeeigneten Situation befindest.

Schritt 3: Deine Aktionen während einer Panikattacke

Nach den ersten zwei Schritten kannst Du dann endlich auch etwas gegen die Panikattacke tun. Es gibt verschiedene Methoden, die Dir dabei helfen können, Dich wieder zu beruhigen. Es ist wichtig, dass Du Dich während der Panikattacke auf Deine Atmung konzentrierst. Stelle sicher, dass Du tief einatmest (Bauchatmung). Viele Menschen wissen nicht wirklich wie man richtig atmet. Es ist also hilfreich, wenn Du Dich darüber gut informierst,damit Du während einer Panikattacke weißt, was zu machen ist.

Eine weitere Methode ist mit Dir selbst zu sprechen (entweder laut oder in Deinem Kopf). Konzentriere Dich dabei auf die Gegenwart, denn Panikattacken haben meist damit zu tun, was für schlimme Dinge in der Zukunft passieren können. Stelle Dir ruhig Fragen wie „Was passiert, wenn…?“, aber gebe Dir selbst dann auch eine LOGISCHE und realistische Antwort. Es ist in Ordnung, wenn Du Angst hast, aber lasse Dich davon nicht besiegen.

Untersuche auch, welche Teile Deines Körpers sich während einer Panikattacke besonders verspannen und konzentriere Dich dann darauf, diese Körperteile zu entspannen. Spanne Muskeln an, dann entspanne sie. Erlaube Deinem Körper nicht, dass er während einer Panikattacke komplett verspannt ist oder gar unbeweglich wird!

Diese und andere nützliche Tipps habe ich unter anderem von Barry Joe McDonagh, der das Ebook 'Weg mit der Panik' geschrieben hat!

Schritt 4: Wiederhole die anderen Schritte

Eine Panikattacke kann stur sein, deswegen ist es wichtig, dass Du nicht gleich aufgibst, wenn die ersten drei Schritte nicht gleich funktionieren. Es ist in Ordnung, wenn Du nicht sofort Erfolg hast. Habe Geduld mit Dir selbst und wiederhole die ersten drei Schritte so oft wie notwendig.

Schritt 5: Alles hat ein Ende

Denke daran, dass alles ein Ende hat. Nach einer Nacht kommt auch wieder ein Tag. Der Sommer kommt auch irgendwann nach dem Winter wieder. D.h. dass auch Deine Panikattacke nie ewig dauern wird. Halte Schritt 5 immer in Deinen Gedenken: Alles hat ein Ende, auch Deine Panikattacken und Deine Angst. Alleine dieser Gedanke kann Dir dabei helfen, dass Du Dein Problem ruhiger angehen kannst – auch wenn es schwer ist während einer Panikattacke logisch zu denken.

Je öfter Du diese Schritte durchführst, umso mehr wirst Du Dich an sie gewöhnen und Du wirst Panikattacken und Angst in der Zukunft schneller und effektiver besiegen können.